Donnerstag, 16. März 2017

Das Mädchen mit dem Löwenherz





Eckdaten:

Titel: Das Mädchen mit dem Löwenherz
Autor: Jürgen Seidel
Verlag: cbj
Preis: 16,99 €
Seitenanzahl: 348

Inhalt:

Als die 13-jährige Anna das erste Mal ins Visier der Mächtigen gerät, weiß sie nichts von den Kämpfen, die die katholische Kirche und die Anhänger Martin Luthers zu jener Zeit miteinander ausfechten. Doch Anna ist ein hochbegabtes Waisenmädchen, das über ein absolutes Gedächtnis verfügt, was Geschriebenes angeht. Ein der Reformation zugeneigter katholischer Würdenträger erkennt ihre Begabung. Fortan setzt er sie als Junge verkleidet als Spionin in eigener Sache ein, die den Klerus belastende Dokumente unters Volk bringt. Doch es dauert nicht lange, bis die katholische Kirche ihr auf die Spur kommt und Anna sich inmitten von Intrigen und Verbrechen wiederfindet. Jetzt, so denkt sie, kann ihr nur noch einer helfen: Martin Luther!

Meine Meinung:

Das Cover und der Klappentext haben mich total angesprochen, allerdings fiel mir der Einstieg ein wenig schwer. Das ganze Buch ist nämlich in insgesamt 36 Briefe, in denen die 20-jährige Anna über ihre Vergangenheit erzählt, unterteilt. Daran und an die für mich ,, altmodische" Erzählweise musste ich mich erstmal gewöhnen.
In den Briefen an Martin Luther berichtet Anna über ihre Rolle im Kirchenkampf. War sie bis zu ihrem 13 Lebensjahr ein ganz normales Mädchen, verändert sich plötzlich alles. Wegen einer Kleinigkeit wird sie plötzlich verhaftet und stirbt fast in ihrem Gefängnis. Doch in letzter Sekunde wird sie gerettet. Warum, versteht sie zu Anfangs nicht. Sie glaubt nicht, dass sie etwas besonderes ist. Doch schnell stellt sich heraus, inwiefern sie anders ist als alle anderen:
Ihr, wie sie es nennt, "Wolkenauge" . Sie hat nämlich ein photographisches Gedächtnis. Sie kann sich also alles merken, was sie jemals Gelesen hat. Das finden bald auch die Mächtigsten in der Kirche heraus. Und schon ist sie eine Todesfeindin und gleichzeitig eine Spionin für die katholischen Kirche geworden. Diese Erlebnisse schildert Anna in ihren Briefen an Martin Luther.
Immer wieder findet man in dem Buch Anmerkungen der 20-jährigen Anna aus der Zukunft wieder. Dies hat den Lesefluss ein wenig verringert. Dennoch konnte ich die Geschichte relativ einfach lesen und fand die Grundidee des Autors sehr interessant. Man konnte Anna auf ihrem Weg von einem kleinen Mädchen zur einer selbstbewussten jungen Frau schön miterleben und nachvollziehen. Die Zweifel die Anna oft hatte, haben sie für mich noch menschliche gemacht. Die Geschichte war meiner Meinung nach aber etwas langatmig und es hat allgemein an Spannung gefehlt.  
Das Ende hätte ich mir zwar anders gewünscht, ist aber dennoch gut nachzuvollziehen.

Fazit:
Ein schöner historischer Jugendroman mit einer starken Protagonistin über den Kirchenkampf im 16 Jahrhundert.
Ich vergebe 3 von 5 Blümchen.
🌼🌼🌼

1 Kommentar:

  1. Hallo, bin gerade auf euren Blog gestoßen und bleibe gleich mal als Abonnent da. Vielleicht habt ihr ja Lust mal bei mir vorbeizuschauen? Würde mich freuen.
    LG Lena
    https://lenareads.blogspot.de

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